zahme Vögel träumen von Freiheit, wilde Vögel fliegen.....

......und zwar einmal rundherum um den Erdball. Auf diesem Blog werden wir euch mehr oder weniger aktuell über unseren Trip auf dem Laufenden halten und auch das eine oder andere Bild zur Schau stellen.

so long
Sonja & Ollie

Dienstag, 24. März 2009

Besuch aus der Ferne

Von Singapore gings mit dem Nachtzug schon am naechsten Tag nach Kuala Lumpur.
ein zappeliger Ollie konnte es fast nicht glauben, bald seine Mama und seine Schwester zu sehen.
Eine Nacht verbrachten wir im aufgedrehten, lauten Chinatown. Ueberall droehnte uns Europaeische und Orientalische Musik entgegen, auf den Strassen wimmelte es vor Menschen und der Geruch von Essen hing staendig in der Luft. Wir stuerzten uns sehr schnell ins Getuemmel des Basars und feilschten um die Ware.
Asien ist soooo geiiiil.
Melly und Rose kamen gegen erst Mittag an und wir warteten ungeduldig am Flughafen. Dann war es endlich so weit.
Grosse Wiedersehensfreude!!!!!!!!!!!!

Eine Nacht verbrachten wir in einem richtigen Hotel, mit Fitnessraum, Pool usw. Nach einem leckeren Fruehstuecksbuffet schlossen wir unser Hab und Gut am Bahnhof ein und erkundeten die Stadt. Der legendaere Basar des Chinatown durfte natuerlich nicht fehlen und Ollie war glaub echt am Ende.
Drei Frauen im Shoppingwahn :), aber ist ja auch alles soooooo billig. Und alles echte Markensachen, Sonnenbrillen, Taschen, T-Shirts etc.
Natuerlich echte Originale, versteht sich ja von selbst!!!!!! Das haben uns zumindest alle Haendler mehrfach bestaetigt :)
Mit Zug und Taxi erreichten wir abends dann fix und fertig die Cameron Highlands.
Diese werden wir in den naechsten Tagen erkunden.

Geburtstag in Sydney

Unsere letzte Woche in Australien verbrachten wir bei Arabella in Sydney.
Wir hatten uns alle viel zu erzaehlen so das die Zeit wie im Fluge vorrueber ging. Gemeinsam waren wir am Opernhaus, schlenderten am Darling Harbour umher oder lagen einfach nur faul im Hydepark.
Am Bondi- und am Corollabeach liessen wir uns nochmals so richtig brutzeln und genossen das Nichtstun.
Am vorletzten Abend feierten wir Ollies Geburtstag gebuehrend im Hydepark von wo aus es dann weiter in einen Club ging.
Dann hiess es Abschied nehmen. Mit Sack und Pack gings am naechsten Tag ab nach Singapore...

Mittwoch, 11. März 2009

Schaffe, schaffe, Haeusle renoviere....

Ja, wo sollen wir anfangen... das Glueck ist einfach Teil unserer Reise....
In einem kleinen Vorort ca. 20km entfernt von Gatton sind wir morgends auf dem Stellplatz fuer Truckanhaenger aufgewacht.
Von dort aus wollten wir zu Fuss ins Doerfle laufen wurden aber unterwegs von 2 netten Aussies aufgepickt und ins Dorf gefahren. Bis nach Gatton waren es wie gesagt noch ca. 20km. Also hiess es weiter trampen oder laufen...
Nach kurzer Zeit hielt Tongs, ein aelterer Australier neben uns an. Er wollte auch nach Gatton, hatte gerade sein Auto von der Werkstatt abgeholt.
Nach ca 2km war die Fahrt vorrueber. Das Auto war wieder kaputt. Gemeinsam haben wir uns die Wartezeit in einem Pub versuesst, wurden mit jeder Menge Bier versorgt und es war echt witzig.
Tongs Freundin kam nach einer Weile und holte uns ab. Die Menschen hier sind wirklich der Hammer.
In Gatton bekamen wir in einem Internetcafe die Nummer eines Contractors der vielleicht Arbeit fuer uns hat. Mal sehen...
Da es keinen richtigen Campingplatz hatte, standen wir wie so oft mal wieder auf der Strasse.
Aber kein Grund zu verzagen... Auch dieses Mal liess das Glueck uns nicht im Stich.
Aufgegabelt von Michele, der Schwiegermama in Spee des Internetladenbesitzers, hatten wir die naechste Bleibe in Aussicht.
Sie lud uns ein bei ihr zu wohnen. Da das Haus zu klein war fuer 3 Personen, Hund und Katze, bauten wir unser Zelt bei ihr im Garten auf. Gemeinsam erledigten wir einige kleine Gartenarbeiten fuer die wir sogar bezahlt wurden.
Michele, der wir erzaehlten, das wir nach Arbeit suchen, unterstuetzte uns wo sie konnte. Fuhr uns zu verschiedenen Grossfarmen, Contractors etc., leider waren auch hier momentan keine Jobs fuewr uns in greifbarer Naehe.
Am naechsten Abend nahm sie uns mit in den Ma Ma Creek Shop... dort lernten wir Kim, die Besitzerin kennen. Sie fragte uns ob wir Lust haetten ihren Laden und die Fenster zu putzen. Putzen macht zwar keinen Spass aber was solls. Feuer und Flamme sagten wir zu.
Aus Putzarbeiten wurden Renovierungsarbeiten, Bedienen im Shop, Kuchen backen usw.
Die Boeden ( haessliche Teppichboeden) haben wir raus gerissen, zum Vorschein kamen Holzdielen die nachdem sie abgeschliffen, geoelt und gewachst waren, wunderschoen waren.
Harte Arbeit aber das Ergebnis kann sich echt sehen lassen.
Leider war die Bezahlung nicht ganz so der Hit aber wir wurden ja taeglich mit vielen Leckereien aus dem Laden versorgt und die Miete sparten wir uns Dank Michele auch. Somit nahmen wir den Scheck dankbar an und gaben uns damit zufrieden...
Nach knapp 2 Wochen gings dann weiter nach Brisbane. 2 Tage schauten wir uns die Stadt an. Da es leider haeufig regnete beschlossen wir die restliche Zeit in Sydney zu verbringen und da sind wir nun.

Dienstag, 10. März 2009

Truckerleben...

Hitchhikend kamen wir wohlbehalten in Alice Springs an. Am Campingplatz holten wir unser Gepaeck ab. Den naechsten Vormittag verbrachten wir mal wieder wartend auf der Strasse. Die Strecke zwischen Alice und Gatton fuhren wir mit verschiedenen Truckerfahrern. Genaechtigt haben wir auf Truck-Stops im Zelt und in den Anhaengern der Trucks. Genial.

Palm Valley, Kings Canyon und Uluru

Die Hitze, die Muecken, alles garnicht mehr so schlimm wenn man diese unglaublich schoene Landschaft erblickt. Eine turbulente Gelaendefahrt ins Palm Valley war unser erstes Highlight auf unserer Tour. Eine Oase inmitten der Wueste voller Dingos, Eidechsen und anderem Getier.
Da die Sonne bereits am fruehen morgen gluehte entschieden wir uns fuer den kleineren Hike.
Gute Entscheidung!!!!
Auf der gleichen Gelaendepiste gings wieder zurueck und wir wurden alle maechtig durchgeschuettelt.
Naechster Stop war am Kings Canyon. Die Muecken fielen ueber uns her. Trotzdem liessen wir es uns nicht nehmen auch dort eine kleine Tour zu drehen.
Am naechsten morgen packten wir frueh unser Hab und Gut zusammen und machten uns auf unsere 5 Stuendige Wanderung um und ueber den Kings Canyon. Die Aussicht war phantastisch und imaginaere Wasserfaelle und grosse Wasserloecher erregten unsere Aufmerksamkeit.
Einzig und allein die Unmengen an anderen Touristen und Fliegen stoerten das Bild von unberruehrter Natur.
Drittes Ziel und kroenender Abschluss war der Ayers Rock, welcher erst 1985 von der Regierung wieder den Aborigenes zugesprochen wurde. Diese haben ihren Berg, aus welchen Gruenden auch immer, an das australische Government, fuer 100 Jahre verpachtet.
Das tut seiner Schoenheit aber natuerlich keinen Abbruch, und gab uns die Moeglichkeit, die Hoehlenmalereien etc. wie alle anderen auch, zu bestaunen.
Da die Aborigenes ihren Berg aber nach wie vor noch als Gebetsstaette nutzen und es von ihnen nicht erwuenscht ist das Touristen diesen heiligen Platz und dessen Ruhe zerstoeren, zollten wir ihnen den Respekt und bestiegen den Uluru nicht.
Auch am Campground war es nicht langweilig. Wir sahen einen grossen Lizard, der durch die Kueche lief und die Aufmerksamkeit aller auf sich zog.
Da haetten wir uns das Reptil-Center in Alice fast sparen koennen...
Nach drei abenteuerlichen Tagen hiess es fuer uns Abschied nehmen von Sarah und Sascha. Die zwei machten sich auf eine weitere Fahrt in den Westen Australiens waehrend wir am Wegesrand standen und warteten...

Outback-Tour

Adelaide haben wir schnell hinter uns gelassen. Mit dem Bus sind wir nach Alice Springs gefahren, ins absolute Outback. Es gab nichts zu sehen auf dem Weg. Einzelne Roadhouses waren die Hoehepunkte und gaben uns das Gefuehl nicht ganz abgeschottet von der Aussenwelt zu sein. Aber auch diese eintoenige Landschaft uebte eine enorme Faszination auf uns aus. Unser Busfahrer meinte zu Beginn der Tour wir sollen nicht erschrecken wenns mal rumpelt, das waere dann nur ein Kaenguru, welches in suizidaler Absicht, in den Coach hoppeln wuerde...
Zum Glueck blieben wir davon verschont...
Nach 1200km und 14 Stunden spaeter kamen wir in Alice Springs an. Die Hitze, die uns dort erwartete nahm uns fast den Atem.
Schweiss gebadet suchten wir einen Campingplatz. Schnell fuendig geworden schlugen wir erst einmal unser Zelt unter einem Baum auf und relaxten dann den restlichen Tag am erfrischenden Pool...
Die folgenden Tage verbrachten wir mit Jobsuche, am Pool oder beim Didgeridoo-Workshop!!!
In Alice wurden wir auch mit unschoeneren Dingen konfrontiert, wie z. B. Armut, Arbeitslosigkeit und Alkoholproblematik der Aborigines. Es war schockierend. Die Einheimischen werden selbst heutzutage teilweise noch behandelt wie die Tiere. Wir erlebten wie ihnen z. B. der Zutritt ins Internetcafe verwehrt wurde. Es ist nicht zu fassen.
Wieder einmal wurde uns bewusst wie gut es uns geht und wie ungerecht die Welt zu manch anderen sein kann.
Da wir trotz taeglichen Bemuehungen um Arbeit keinen Erfolg hatten, unser Geld zu Neige ging und wir uns leider kein Ticket fuer die Weiterfahrt mehr leisten konnten, hiess es abwarten und hoffen.
Uluru, Kings Canyon, all die tollen Touristen-Attraktionen die jeder macht, wenn er in Australien ist, sollte fuer uns ein Traum bleiben....
Aber wie so oft, auch dieses Mal blieb uns das Gluek treu:)
Wir trafen auf der Strasse zwei bekannte Gesichter. Sarah und Sascha, die von Adelaide aus mit ihrem neuen Auto ins Outback gestartet sind, kamen wohlbehalten an und kreuzten unsere Wege.
Gemeinsam gings auf unbefestigten Wegen ins Palm Valley und danach zum Kings Canyon und Uluru, wo wir einige Tage verbrachten.